Die Jungtieraufzucht

Die Jungtieraufzucht ist jedes Jahr eine heiße Phase – aber auch die schönste Zeit im Jahr.

Zuvor steht die Auswahl der Elterntiere – Anmerkungen hierzu in einem extra Beitrag.

Sind die Elterntiere ausgewählt geht es ans Decken – Anmerkungen hierzu in einem extra Beitrag.

Nach der obligatorischen Wartezeit von 28 -32 Tagen ist es dann soweit. Ich persönlich lasse meine Häsinnen gerne in warmen Innenräumen werfen, um Kälteverluste zu vermeiden. Das kann aber jeder gerne selbst entscheiden und seine Erfahrungen mit einbringen. Die Engländer-Häsinnen sind gute Nestbauer, ich habe bisher noch keine meiner Häsinnen als „baufaul“ registrieren müssen. Ich misste meine Häsinnen ca. 1 Woche vor dem Werfen noch einmal aus und gebe ihnen extra viel gutes Stroh mit in die Bucht. Sie bauen eine Tiefe Kuhle und präparieren ein großes Nest. Meine Erfahrungen waren bisher so, dass sich die Häsinnen erst kurz vor oder während dem Werfen gerupft haben und das weiche Nest fertig gebaut haben.

Eine Nestkontrolle ist – so finde ich – sehr wichtig. So können tote Tiere gleich entfernt werden und stinken nicht vor sich hin.

Die Mütter zeigen sich sehr fürsorglich und beschützen ihr Nest. Meist liegen sie sehr nah dran und fühlen die Bewegungen.

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In der Phase des Säugens brauchen die Mütter ausreichend gutes Futter. Ich gebe meinen Häsinnen zusätzlich frischen Fenchel und alle zwei Tage fülle ich anstelle von Wasser einen Tee in die Trinkflasche (z.B. Fenchel-Anis-Kümmel-Tee). Das ist gut für die Milchbildung. Ich füttere auch frische Brennnessel. Überhaupt alles was man an Grünzeug, Früchten und Gemüse in dieser Zeit in den Stall gibt wird in Null-Komma-Nix vertilgt.

Hinweise zur weiteren Pflege der Jungtiere finden Sie hier.

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